Homöopathie

Homöopathie eine "dämonisch inspirierte Therapie"

Nur Täuschung oder doch Wissenschaft?, TA vom 28. 8.
Frau Bösch hält in ihrem Bericht zu Recht fest, daß die Homöopathie bis heute keine wissenschaftlichen
Wirksamkeitsbeweise liefern konnte. Zu einem guten Teil beruhen die positiven Behandlungsresultate mit
der Homöopathie auf dem Placeboeffekt und den Selbstheilungskräften des menschlichen Körpers. Das
bedeutet nun aber keineswegs, daß man sich mit der Homöopathie behandeln lassen soll. Der oft gehörte
Ausspruch "Hilft es nichts, so schadet es nichts" ist hier völlig fehl am Platz.

Die Homöopathie ist nämlich gar kein Naturheilverfahren, wie oft irrtümlicherweise behauptet wird. Sie
ist keine Behandlung mit pflanzlichen Medikamenten wie die Kräutermedizin (Phytotherapie), sondern
eine Art übernatürliche Geistheilung. Sowohl die Ähnlichkeitsregel (Simileregel) als auch die Potenzlehre
(Dynamisation) entspringen magisch-kosmischen Religionsvorstellungen.

Organisch-materiell ist von einem Heilmittel in homöopathischen Verdünnungen über D 6 (1:1 000 000)
keine Wirkung mehr zu erwarten. Darum schreibt Samuel Pfeifer in seinem Buch "Gesundheit um jeden
Preis" (Brunnen-Verlag, Basel 1982): "Speziell warnen möchte ich vor Mitteln, die über die Potenz D 6
hinausgehen, gibt es doch über diese Grenze außer dem Placeboeffekt nur noch okkulte Erklärungen für
deren Wirkung." Diesen Sachverhalt bestätigen auch die Homöopathen selbst wie etwa E. Rehm: "Das
chemisch-materielle Mittel wirkt auf den chemisch-materiellen Teil des Menschen, auf seinen Körper.
Das nicht-chemische, nicht mehr materielle Mittel wirkt auf den nicht-materiellen Teil des Menschen, auf
seine Seele, auf seine den Körper leitenden Kräfte . . ."

Samuel Hahnemann, der Erfinder der Homöopathie, riet dazu, sogenannte Hochpotenzen herzustellen
(Verdünnungen bis zu LM 30 (1:50 00030). Diesen Mitteln, die kein einziges Molekül der ursprünglichen
Substanz mehr beinhalten, maß Hahnemann eine fast unbegrenzte Heilkraft bei. Er meinte gar, man solle
sie wegen ihrer enormen Heilwirkung nicht einnehmen, sondern nur daran riechen!
Damit wird klar, daß die homöopathischen Mittel gar nicht in erster Linie auf die körperliche Krankheit,
sondern auf die Seele des Menschen einwirken sollen. Darum kann die Einnahme von homöopathischen
Präparaten zwar für unser körperliches Befinden belanglos sein, aber unsere Seele unter den Einfluß des
Okkulten bringen und Schwermut oder Zwangsgedanken bewirken.

Die Homöopathie ist eine dämonisch inspirierte Therapie. Wer sich mit dem Leben und Werk von Samuel
Hahnemann befaßt, stellt fest, daß seine geistigen Quellen die Freimaurerei, der Mesmerismus,
Konfuzianismus und Deismus waren.

In einem Brief an seinen Schüler Stapf schrieb er: "Da ist göttliche Weisheit zu lesen, ohne Wunder, ohne
Fabel und ohne Aberglauben. Es ist ein wichtiges Zeichen der Zeit, daß Konfuzius bei uns nun kann
gelesen werden. Ihn selber werde ich im Reiche der glücklichen Geister nun bald umarmen, den
Wohltäter der Menschheit, der uns den geraden Weg zur Weisheit und zu Gott führt, schon
sechseinhalbhundert Jahre vor dem Erzschwärmer."

Hahnemann hielt also Jesus Christus für einen "Erzschwärmer" und verehrte Konfuzius als göttlichen
Lehrer. Daher kann die Homöopathie, auch wenn sie sich immer wieder auf Gott beruft, unmöglich den
Gott, der sich in der Bibel und in Jesus Christus offenbart, in Anspruch nehmen.

PFARRER BEAT SCHMID, BUCHS ZH







Auszüge aus der Marburger Erklärung:

Homöopathie ist Irrlehre und Täuschung des Patienten!

Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die "Homöopathie" als eine
Irrlehre. Wir betrachten die Homöopathie nicht etwa als unkonventionelle Methode, die weiterer
wissenschaftlicher Prüfung bedarf. Wir haben sie geprüft, Homöopathie hat nichts mit Naturheilkunde
zu tun.

Oft wird behauptet, der Homöopathie liege ein "anderes Denken" zugrunde. Dies mag so sein. Das geistige Fundament der Homöopathie besteht jedoch aus Irrtümern (Ähnlichkeitsregel, Arzneimittelbild,
Potenzieren durch Verdünnen). Ihr Konzept ist es, diese Irrtümer als Wahrheit auszugeben. Ihr
Wirkprinzip ist Täuschung des Patienten, verstärkt durch Selbsttäuschung des Behandlers. Wir leugnen nicht, daß sich mit "Homöopathie" mitunter therapeutische Wirkungen erzielen lassen, wobei es sich um
sogenannte Placeboeffekte handelt. Nun könnte man einwenden:
Was scheren uns Wirkprinzip und geistiges Fundament, wo es doch allein auf den Effekt ankommt? Nach
dieser Logik müßten unsere (Medizin) Studenten auch in folgenden Gegenständen unterrichtet und
geprüft werden:

Chirologie (Bedeutung der Handlinien für die Persönlichkeitsstruktur und die Ganzheitsmedizin);
lrisdiagnostik; Reinkarnationstherapie; astrologische Gesundheitsberatung (Bedeutung der Sternzeichen
für die Neigung zu bestimmten Krankheiten). Mit all diesen Methoden, deren Wirkprinzip die Täuschung
ist, lassen sich nicht nur therapeutische Effekte, sondern auch beträchtliche Umsätze erzielen. Mit den
geistigen Grundlagen der Philipps-Universität Marburg sind diese Methoden ebensowenig vereinbar,
wie es die "Homöopathie" ist.

Wir behaupten keineswegs, daß die von uns vertretene Wissenschaft alles erforschen und erklären kann;
wohl aber versetzt sie uns in die Lage zu erklären, daß die Homöopathie nichts erklären kann. Ein der
Allgemeinheit von interessierter Seite eingeredeter Aberglaube mag dies anders sehen und sich
Ausgewogenheit und Zusammenarbeit zwischen "Homöopathie" und "Allopathie" wünschen. Richtschnur unseres Handelns ist aber nicht ein in der Bevölkerung lebender und publizistisch geschürter Aberglaube,
sondern die menschliche Vernunft, die uns sagt, daß die Worte "Homöopathie" und "Allopathie" nicht
etwa einen Gegensatz, sondern eine Begriffswelt ohne reale Grundlage bezeichnen.

created by ajh & gw, Juni 95

Was Homöopathen glauben müssen:

1. Das Massenwirkungsgesetz gilt in der gesamten Biochemie und Biologie, aber nicht in der
Homöopathie
2. Wäßrige Lösungen enthalten äußerst stabile Strukturen, die beim "Potenzieren" verstärkt werden oder
sich vermehren.
3. Die Loschmidt`sche Zahl ist irrelevant.
4. Homöopathisches Verdünnen potenziert die gewünschten Heilwirkungen, nicht aber die unerwünschten
Wirkungen desselben Mittels.
5. Das Potenzieren betrifft nur die Arzneimittel, nicht aber die Begleitstoffe, die Verunreinigungen des
Verdünnungsmittels
6. "Das Symptom ist die Krankheit" (Hahnemann)
7. Doppelblindversuche sind kein geeignetes Kriterium für den Wirksamkeitsnachweis negative Resultate
dürfen ignoriert werden, positive nicht.







Homöopathie ist aus der Sicht der heutigen Wissenschaft inhärent unplausibel. Ein Haupthindernis ist die
Idee des "Potenzierens". Schon die Bezeichnung ist irreführend, denn dieser Prozeß hat weder etwas zu
tun mit dem mathematischen Potenzieren, noch mit dem positiv belegten Begriff der sexuellen Potenz.
Nicht nachvollziehbar ist vor allem, daß eine Lösung durch Schütteln wirksamer werde, ja daß das
Lösungsmittel allein noch wirksam sei, selbst wenn kein einziges Wirkstoffmolekül mehr darin enthalten
ist.
Verdünnt man einmolare Lösungen um den Faktor 1:6x10 hoch 22, so ist in einem Kubikzentimeter
davon mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% kein einziges Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten.
Homöopathen verwenden Verdünnungen bis zu 1:10 hoch 120, ja 1:10 hoch1500! Das ist dasselbe, wie
wenn man ein Reiskorn zermahlt, das Pulver in einem Wasserball von der Größe unseres Sonnensystems
gleichmäßig verteilt, einen Tropfen davon nimmt und nochmals in derselben Menge Wasser verdünnt,
und dasselbe zwei Milliarden mal !

Die Frage ist: Welche Art von Beweis gilt als ausreichend, Unglaubliches zu glauben? Grundsätzlich ist
derjenige beweispflichtig, der etwas behauptet. Und je ungewöhnlicher die Behauptung ist, desto
strengere Maßstäbe sind an ihre Begründung anzulegen. Wenn jemand sagt, in seinem Garten stehe eine
Ziege, kann man das glauben. Wenn er aber sagt, es sei ein Einhorn, dann könnte selbst ein Foto davon
nicht überzeugen. Seine Echtheit muß mit objektiven Methoden geprüft werden, denn man darf selbst den
eigenen Augen nicht trauen. Man muß prüfen, ob hier nicht einfach einem Pferd ein Plastikhorn an die
Stirn geklebt oder ein echtes Horn transplantiert wurde. Überzeugender wäre es, wenn auch die
Nachkommen Einhörner wären. Und selbst dann: Könnte es nicht ein genmanipuliertes Pferd sein, das
nichts mit dem sagenumwobenen Einhorn zu tun hat?

Der Gesetzgeber hat Hochpotenzen generell erlaubt, nach dem Motto: "So starke Verdünnungen können
nicht schaden". Sie müssen lediglich unter der Rubrik "besondere Therapierichtungen" registriert werden.
Als Vorbedingung dafür genügt ein Bericht über "positive ärztlich-therapeutische Erfahrung". Das ist so ähnlich wie wenn es zwei Sorten von TÜVs gäbe: einen für fahrende und einen für nichtfahrende Autos.
Der Vorteil der letzteren ist zweifellos, daß es weniger Unfälle gibt. Entsprechend selten kommt es bei der
Verschreibung von Hochpotenzen zu negativen Nebenwirkungen. Eine große Gefahr ist aber, daß bei
ernsten Erkrankungen die Therapie oft fahrlässig verzögert wird. Immer wieder mußten Patienten sterben,
weil sie eine lebensrettende konventionelle Behandlung versäumten.

Hahnemann wußte nichts von der Existenz von Bakterien, Viren, Molekülen, Atomen, nichts von der
Loschmidt`schen Zahl und von der Placebo-Forschung, obwohl auch er bewußt mit Placebos arbeitete
("Unarzneiliches" oder Milchzucker; Organon 96 in Hochstetters Ausgabe 6B). Und schon er mußte sich damit auseinandersetzen, daß eine homöopathische Heilung eher die Ausnahme ist als die Regel. Wer das
nicht glaubt, weil er immer nur von Heilungen gehört hat, sollte sich klarmachen, daß fast immer nur die
Erfolge weitererzählt werden. Tote Patienten reden nicht, und man spricht auch selten von ihnen.

Manchem Außenseitermediziner, der neben kritischem Denken über genügend schauspielerisches Talent verfügt, hat ein einfacher Selbsttest die Augen geöffnet. Egal, ob man als Homöopath "falsche" Potenzen
verschreibt, als Irisdiagnostiker bewußt den "Iris-Schlüssel" verfälscht, indem man ihn bei der Analyse z.B. um 90 verdreht, ob man als Astrologe falsche Geburtsdaten verwendet, ob man als Hand- oder
Tarotkarten-Leser das Gegenteil von dem sagt, was in den "Lehrbüchern" steht: Die Erfolgsrate bleibt
erstaunlicherweise ungefähr gleich.

PD Dr. Rainer Wolf
Biozentrum der Universität Würzburg
Am Hubland
97074 Würzburg

PD Dr. Jürgen Windeler
Inst. für Med. Biometrie der Universität Heidelberg
Im Neünheimer Feld
69120 Heidelberg



Der Wissenschaft verpflichtet

Auszug:
Die grundlegenden philosophischen Auseinandersetzungen mit dem Wissenschaftsbegriff in diesem
Jahrhundert gehen auf Karl Popper zurück. Nach ihm ist Wissenschaft nicht Gewißheit, auch nicht Suche
nach Gewißheit. Die wissenschaftliche Erkenntnis besteht vielmehr in der permanenten Suche nach
objektiv wahren, erklärenden Theorien. Diese Suche besteht darin, den Fehler, den Irrtum zu bekämpfen
und alles zu tun, um Unwahrheiten zu entdecken und auszuschließen. Ausgehend von der sokratischen
Einsicht in unser Nichtwissen hat er seine Fehlbarkeitslehre begründet. Statt von Wissen im Sinne von
Gewißheit redet er von Vermutungswissen oder Theorien. Manche Theorien können wahr sein, aber auch
wenn sie wahr sind, so können wir das niemals sicher wissen, weil es kein objektives Kriterium der Wahrheit gibt. Es gibt aber ein Kriterium des wissenschaftlichen Fortschritts, nämlich die Bereitschaft zur
ständigen kritischen Überprüfung und gegebenenfalls Verwerfung der Hypothesen. Der ständige Zweifel,
der zu immer neuen Versuchen der Falsifikation führt, ist somit einer der wesentlichen Motoren für den
wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht durch die Bemühung, immer feinere Siebe der Falsifikation zu konstruieren und dadurch zu immer richtigeren Aussagen über
unsere Welt zu gelangen.

Erst relativ spät in der Wissenschaftsgeschichte wurden Zweifel und Falsifikation als Methoden des
Erkenntnisgewinns erkannt und genutzt. Aristoteles' Behauptung, daß die Frau weniger Zähne als der
Mann habe, war fast zwei Jahrtausende lang gültig, weil man der berühmten Autorität glaubte und nicht
zweifelte. Folglich zählte man die Zähne gar nicht erst nach. Mit dem Zählen allein ist es allerdings nicht getan. Für die Methode des Zweifels müssen zunächst überprüfbare, also widerlegbare Hypothesen
entwickelt werden, etwa die Hypothese "Mann und Frau unterscheiden sich nicht in der Zahl ihrer Zähne".
Eine solche Hypothese, in diesem Falle wäre es eine sogenannte Nullhypothese, ist gegebenfalls leicht
widerlegbar. Da die Hypothese nicht falsifiziert ist, muß akzeptiert werden, daß diesbezüglich kein
Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht. Auch für viele andere Bereiche in der Medizin gilt, daß
zunächst widerlegbare Hypothesen erstellt werden müssen, meistens auf der Basis von meßbaren Daten.
Diese Hypothesen sind wissenschaftlich überprüfbar, nämlich falsifizierbar. Dagegen ist die Aussage:
"Ich habe erlebt, daß dieses Medikament hilft, daß es also wirksam ist", nicht widerlegbar. Eine solche
Aussage ist deshalb ohne wissenschaftliche Tiefe und eine daraus abgeleitete Verallgemeinerung ist
unwissenschaftlich.
. . .
Unwissenschaftliche Verfahren in der Medizin
Neben der Medizin, wie sie als ernsthafte und wissenschaftlich überprüfbare Heilkunde an den
Hochschulen gelehrt und überall von verantwortungsvollen Ärztinnen und Ärzten ausgeübt wird, gibt es
eine Vielzahl diagnostischer und therapeutischer Verfahren, die unter verschiedenen Begriffen
zusammengefaßt werden, um sie von der eigentlichen Medizin abzugrenzen. In früheren Jahren war der
negativ besetzte Begriff "Kurpfuscherei" verbreitet, heute heißt es häufig vornehmer "unkonventionelle
medizinische Verfahren". Zunehmend findet man die positiv besetzten Begriffe "Alternativmedizin" oder
ganz modern und vermeintlich aufgeklärt "Komplementärmedizin". Aus verschiedenen Gründen
verwende ich den Begriff Paramedizin, womit alle Verfahren zusammengefasst sein sollen, die außerhalb
der wissenschaftlichen Medizin stehen.
. . .
Die Liste der unter Paramedizin zusammenzufassenden Verfahren ist groß. Ohne Anspruch auf
Vollständigkeit darf ich einige der therapeutischen Verfahren nennen: Zellulartherapie, Ozontherapie,
Chelattherapie, Symbioselenkung, Magnetfeldtherapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Ganzheits-
Zellregenerationstherapie, Bioresonanztherapie, Bach'sche Blütentherapie sowie Homöopathie und
anthroposophische Medizin. Nicht weniger vielfältig sind die diagnostischen Verfahren wie Iris-, Zungen-
oder Ohrmuscheldiagnostik, die verbreitete Elektroakupunktur nach Voll in verschiedenen Varianten, die
sogenannte Decoderdermografie, die Anthroposkopie, die Thermoregulationsdiagnostik, der sogenannte
Kristallisationstest, der kapillardynamische oder der holistische Bluttest, bis hin zur Anwendung von
Detektoren für Erdstrahlen.



Die Phytotherapie ist die älteste unter den "besonderen Therapierichtungen" und es fällt etwas schwerer,
sie der Paramedizin zuzuordnen, ist sie doch die Mutter der gesamten heutigen Pharmakotherapie. Sie
selbst hat sich aber durch besondere Glaubenssätze zumindest in die Nähe zur Paramedizin gebracht. Es
kann gar nicht genug betont werden, welch ein großer medizinischer Fortschritt in dem Wandel vom
Naturprodukt zum definierten medizinischen Präparat liegt, auch wenn das eigentliche Wirkprinzip
bereits im Naturprodukt vorhanden war. Was könnte es dann aber für Gründe geben, wieder mehrere
Schritte zurückzugehen und neben der modernen Pharmakotherapie, die natürlich viele Pflanzenstoffe in
ihr Repertoire aufgenommen hat, sich wieder der Phytotherapie zuzuwenden und diese als eigenständige
Therapierichtung zu betreiben? Der Hauptgrund liegt darin, daß man eine Berechtigung sucht, auf übliche
Prüfungen der Wirksamkeit und der Unbedenklichkeit verzichten zu dürfen. Man möchte ganz bewußt
den Glauben bewahren, pflanzliche Substanzen seien immer gut. Man grenzt sich deswegen bewußt von
der angstbesetzten Chemie ab und verwendet Begriffe wie "Apotheke Gottes". Gerade diese Ansicht ist
aber falsch. Der Anteil schädlicher und möglicher krebserzeugender Substanzen unter den pflanzlichen
Inhaltsstoffen ist nicht geringer als unter synthetisierten Chemikalien.

Noch eindeutiger ist die Situation bei der Homöopathie. Für die gläubigen Anhänger dieser Therapieform
existiert eine Art Bibel der reinen Lehre, nämlich Hahnemanns Organon. Hahnemann hat vor 200 Jahren
ein in sich geschlossenes und von ihm selbst als definitiv erachtetes Lehrgebäude errichtet. Solche
geschlossenen Systeme, so unsinnig sie auch sind, üben eine gewisse Faszination auf manche Menschen
aus. So haben es die Vertreter dieser Lehre geschafft, daß in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden
ist, hier sei eine ernsthafte Alternative zur Medizin zu finden, eine Auffassung die nicht selten auch von
sonst kritischen und in anderen Bereichen vernünftigen Menschen geteilt wird. Weder der bekannte
Ähnlichkeitssatz noch die Potenzierung durch extremes Verdünnen sind in irgendeiner Weise
wissenschaftlich belegt. Erfolgsberichte über homöopathische Heilungen betreffen nie größere
Patientengruppen mit bestimmten Krankheiten, sondern bestehen aus einzelnen Fallbeschreibungen.
Fallbeschreibungen entziehen sich aber der Falsifikationsmöglichkeit, sie sind prinzipiell wahr.
. . .
Die Geschichte der Akzeptanz der Paramedizin
Im Zusammenhang mit dem Versuch, die große Verbreitung der Paramedizin zu verstehen, halte ich es
für wichtig, sich auch daran zu erinnern, in welcher Zeit sie in Deutschland hoffähig wurde. Eine
offizielle und staatliche Anerkennung erfuhren Kurpfuscher und Außenseiter in der Zeit des
Nationalsozialismus. Der Reichsärzteführer Dr. Wagner hatte die "Neue deutsche Heilkunde" begründet,
die sich an der Pseudophilosophie von Blut und Boden ausrichtete. Rudolf Hess, der sog. Stellvertreter
des Führers, hat bereits 1933 geschrieben, daß im Interesse der Volksgesundheit die Naturheilkunde einen
ihr gebührenden Rang erhalten solle und daß sich Schulmedizin und Naturheilkunde gegenseitig
befruchtend ergänzen müssen. Der Widerstand einiger Mediziner gegen das geplante Heilpraktikergesetz
wurde als reaktionäre und staatsfeindliche Äußerung junger Mediziner aus "gewissen Hochschulkreisen"
bezeichnet.
. . .
Sehr verbreitet ist der Begriff "Alternativmedizin", der suggeriert, daß neben der bestehenden und
wissenschaftlich erprobten Medizin tatsächlich eine Alternative bestehe. Diese Alternative besteht aber
nur in dem erklärten Verzicht auf wissenschaftliche Methodik und alle für die eigentliche Medizin
gültigen Qualitätsstandards. Irreführend ist auch der Begriff "Ganzheitsmedizin", der suggeriert, daß die
wissenschaftliche Medizin nicht ganzheitlich sei. Es soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die Medizin
unter der Faszination des technisch Machbaren die psychischen und sozialen Probleme der Patienten
vernachlässige. Soweit derartige Defizite in der wissenschaftlichen Medizin bestehen, müssen sie aufgearbeitet und beseitigt werden. Hierfür bedarf es aber keiner neuen Definition.

Auch der Begriff "Erfahrungsmedizin" stellt eine tendenziöse Neudefinition dar. Zweifellos beruht die
wissenschaftliche Medizin in weiten Teilen auf Erfahrung. Es darf aber nicht übersehen werden, daß es
verschiedene Qualitäten der Erfahrung gibt. Dabei ist die strukturierte Erfahrung deutlich höher
einzustufen als alle anderen Formen von Erfahrung. Die paramedizinischen Methoden haben sich aber
bisher fast ausschließlich der unstrukturierten Erfahrung bedient. Mit der Verwendung des Begriffes
Erfahrungsmedizin soll häufig ausgedrückt werden, warum die hier eingeordneten Methoden sich nicht
mit den üblichen wissenschaftlichen Verfahren oder sogar überhaupt nicht prüfen lassen.

Nach einem ähnlichen Schema wurde der Begriff "Naturheilkunde" eingeführt. Die Verwendung des
Wortes Natur dient allein zur Durchsetzung besonderer Rechte, z.B. in der Arzneimittelzulassung. In
Wirklichkeit handelt es sich um einen inhaltlich leeren Begriff, der jedoch so erfolgreich verwendet
werden kann, daß er schlichtweg auf den gesamten Bereich der Paramedizin erweitert wird. Dabei wird
übersehen, daß gerade viele paramedizinische Therapieverfahren in hohem Maße "künstlich" und zum
Teil technisch sehr aufwendig sind und sich weit von der Natur entfernt haben. Auch bei diagnostischen
Verfahren der Paramedizin, die ebenfalls unter Naturheilkunde subsumiert werden, werden häufig
besonders aufwendige technische Pseudovorrichtungen verwendet, offenbar weil neben dem Begriff
"Natur" gleichzeitig die Faszination der Technik für den gewünschten Erfolg mit herangezogen werden
soll. Ganz Analoges läßt sich zum Begriff "biologische Medizin" sagen. Begriffliche Unschärfe ähnlicher
Qualität, die ausschließlich für ein bestimmtes Ziel instrumentalisiert wird, kommt auch in den Bezeichnungen "sanfte Medizin" und "humanistische Medizin" zum Ausdruck.

Es gibt aber auch für Laien erkennbare Merkmale der Paramedizin, die zur Unterscheidung von der
wissenschaftlichen Medizin beitragen können. Ein wichtiges Merkmal der Paramedizin ist die Nennung
sehr unspezifischer Wirkungen mit Listen möglichst breiter Indikationen. Sehr häufig findet sich ein fast
allumfassender Anspruch solcher Therapieverfahren. Für die sogenannte hämatogene Oxidationstherapie
wurden aus verschiedenen Mitteilungen 62 Indikationen zusammengestellt, die von Gefäßverschlüssen an
der Netzhaut, über Säuremangel des Magens, Diabetes mellitus, Hepatitis, Lungenemphysem,
Nierensteinen, Venenthrombosen bis zu Wundheilungsstörungen reichen. Ein anderes Merkmal ist die
Weichheit der Formulierung bei Therapieberichten, die überwiegend auf kasuistischen Mitteilungen oder
retrospektiven Studien beruhen. Ein weiteres Merkmal ist das Fehlen an Sachlichkeit und kritischer
Distanz, das von einem Übermaß an Enthusiasmus, fanatischen Heilungsberichten und üppig ins Kraut
schießenden Spekulationen übertüncht wird. Kasuistisch untermauerte Wirkbehauptungen werden dann
als gesicherte Tatsachen behandelt, Kritik wird nicht akzeptiert, Zweifel werden als persönliche
Anfeindung und böswillige Verleumdung empfunden. Dies alles sind Zeichen eines Sektiererverhaltens,
die sich durch weite Teile des paramedizinischen Schrifttums ziehen. Viele paramedizinische Verfahren
sind Teil eines geschlossenen Lehrgebäudes, z.T. eines Weltbildes. Nicht selten beruft man sich auf uralte
Kulturen oder auf einen charismatischen Begründer der Lehre, der so sehr verehrt wird, daß Veränderungen an dem Lehrgebäude tabuisiert werden.

Etwas zu glauben, ist Privatsache. Aber die öffentliche Behauptung, parawissenschaftliche Theorien
hätten sich als zutreffend erwiesen, ist es nicht. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind ein kostbarer,
kollektiver Besitz der Menschheit, der in der Vergangenheit schwer erkauft worden ist. Märtyrertum und
Scheiterhaufen stehen unübersehbar am Weg. Für diesen Besitz, dessen Gültigkeit immer wieder
vorurteilsfrei überprüft worden ist, tragen wir alle eine große Verantwortung. Wenn es sich um
Behauptungen handelt, die man testen kann - und nur solche gelten definitionsgemäß als
(natur) wissenschaftlich - dürfen und müssen wir daher die Autorität der wissenschaftlichen Methodik in
Anspruch nehmen, um die Richtigkeit der Behauptung zu klären. Ein Rückfall in abergläubisches Denken ist ein Prozeß, dem die Hüter kultureller Werte nicht gleichgültig zusehen sollten. Es liegt an uns, etwas
dagegen zu tun, daß unsere Nachfahren das auslaufende Jahrhundert mit einem Rückfall in das Zeitalter
magischen Denkens verbinden werden".



Eröffnungsvortrag des Vorsitzenden des 103. Kongresses der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
Wiesbaden den 6.4.1997
Johannes Köbberling, Wuppertal











Es ist einfach eine Lüge, daß die Homöopathie nich

Ablehnung der Wissenschaftler:
- "Homöopathie ist unwissenschaftliche Paramedizin": Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
- "Homöopathie - Der Moderne Okkultismus": Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. O. Prokop
- "Homöopathie ist Paramedizin": GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften)
- "Ablehnung der Homöopathie aus okkultistischen Gründen": Wissenschaftlicher Rat der DDR

Ablehnung vieler Universitäten und Hochschulen:
- "Homöopathie ist Irrlehre und Täuschung des Patienten": Marburger Erklärung
- Homöopathie als Aberglaube und Okkultismus: Vorlesungsinhalt FB. Sozialwesen der FH Coburg

Ablehnung der Christen:
- "Homöopathie ist ein dämonisch inspirierte Therapie": Pfarrer Beat Schmid Buchs, Zürich
- "Die okkulte Heilweise der Homöopathie": Otto Markmann, Evangelische Fernbibliothek

Ablehnung von vielen Patienten:
- hier sollen keine Namen genannt werden, aber es ist eine Tatsache, daß es nicht nur viele enttäuschte
Patienten gibt sondern, daß es sogar gerichtliche Prozesse wegen fahrlässiger Tötung von Patienten
gegeben hat, und geben wird! (siehe O. Prokop)

Ablehnung der Rechtsprechung (Justiz)
- Anklage gegen KZ-Homöopathie-Experimente im ersten Auschwitzprozess:
(4Js444/59 StA Frankfurt/M)
- Objektive Schwindel in der Medizin, Verdünnungen Ab D23: Bundesgerichtshof Karlsruhe
(BGH, Urteil. v. 30.09.1955 - 2StR 206/55)

Wer nicht als ignorant und hochmütig bezeichnet werden möchte, wird sich mit der Tatsache befassen
müssen, daß die Homöopathie keineswegs harmloses "schnurren" ist und wenn er nicht bereits zu tief
in Selbstlügen und Aberglauben verhaftet ist wird er bald feststellen, daß es unzählige warnende Literatur
zu dem Thema Homöopathie gibt und er wird bald die Zusammenhänge erkennen, warum die
Homöopathie keine Wissenschaft ist sondern eine Religion mit festen Glaubensinhalten und Dogmen.
Wer all die Warnungen nicht sehen will wird schon die Augen schließen müssen, aber dann darf man sich
nicht wundern wenn man wertvolle Dinge durch Umwerfen zerstört und ständig auf die Nase fliegt, bis
man dann selber überfahren wird.

Die folgende kleine Betrachtung ist an Alle gerichtet, die etwas Spaß daran haben Ideen "bis zum Schluß" zu denken.
Die verhomöozauberisierte WeltBehauptung: unglaubliche Verdünnungen (1 : Masse des Universums) wirken besser als nicht verdünnt.
Verdünnungen über D30 können, wegen der enormen Wirkung, bereits den Patienten töten! Bei extremen Verdünnungen rät deshalb Hahnemann, daß ein "Riechen" an dem Mittel bereits ausreichend ist. Schon
ein Hineinspucken in den Atlantik bewirkt, daß sogenannte patogene Schwingungen eines Kranken über
die gesamte Erde durch Verdunstung und Niederfall verteilt werden. Baden im Meer, urinieren im Garten,
Fäkalien, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel der Landwirtschaft stellen gewissermaßen enorm wirkende
Mittel dar. Nicht zu sprechen von, unzähligen Medikamenten der Pharmaindustrie die in die Weltmeere
gelangen oder gar Öltankerkatastrophen. Alles hochwirksame Homöopathika, dessen Anwendung bereits
durch "riechen" eine enorme Wirkung hat. Die gesamte Luftatmosphäre ist eine einzige homöopathische
"Riechapotheke", denn sämtliche Atome, Moleküle und Verbindungen der Welt haben die innewohnende,
nichtmaterielle "Information" auf das Wasser und Wasserdampf irgendwie aufgeprägt. Beim trinken von
ganz egal was, schlucken sie alle Krankheiten und Medikamente der Welt. Die Informationen der Materie
sind allgegenwärtig, es läßt sich weder filtern noch abkochen noch sonstwas. Selbst der menschliche
Organismus besteht zu 70% aus Wasser. Wie wollen sie sich davor schützen? Atmen und Trinken müssen
sie. Naturkost, Diät, Sport nützt nichts. Saddam Hussein s Biowaffen sind ein Klacks dagegen!

Aber keine Angst, zum Glück behauptet Hahnemann, daß die enorme Wirkungen nur durch Reiben und
Schütteln eines Menschen auf das Wasser übertragen werden kan. Hoppla, was denn nun? Die meisten
Homöopathika werden heutzutage industriell und zwar von Maschinen in Fabriken hergestellt. Ist ja klar
bei der Menge. Aber Moment mal, wirkt das dann auch? Auch wenn Maschinen nicht schütteln? Oh
Graus, was ist, wenn die Maschinen reiben und schütteln? Und was ist, wenn die enorme Wirkung nur
mittels reiben und schütteln eines Menschen und nicht einer Maschine erreicht werden kann? Und
überhaupt wer weiß es schon genau wie Homöopathika industriell hergestellt werden? Das ist doch die
Frage des Jahrtausends! Wenn die Maschinen nicht schütteln und reiben ist ja alles in Ordnung, denn
dann ist die verhomöozauberisierte Welt nur ein Märchen und die Homöopathika nur Zwerge. Aber wenn
die Maschinen schütteln und reiben, ist für die Herstellung ja gar kein Mensch notwendig. Dann ist es
letztendlich egal was da schüttelt und reibt. Selbst wenn die Art und Weise des Schüttelns und Reibens
vorgegeben werden muß damit die Kraftübertragung funktioniert, die gigantische Palette natürlicher
Schüttel und Reibe-Möglichkeiten der ganzen Welt stehen zur Verfügung. Dann sind wir ja in
unglaublich großer Gefahr. Schütteln und reiben kann dann auch der Wind, Wellen des Meeres,
Schiffsschrauben, Bodenerosionen, Springbrunnen, Wasserfälle erledigen, ja selbst das Rad eines
Fahrrades wirkt reibend und schüttelnd auf das Regenwasser und die Luftmoleküle. Stellen sie sich das mal vor, ein Barkeeper stellt durch Schütteln, Schlagen und Reiben zufällig ein enorm wirkendes Mittel
her und der Gast stirbt daran! Hilfe !!! Der Furz eines Leprakranken kann die ganze Welt vernichten!!
Ungeahnte Möglichkeiten für Terroristen! Arsen, homöopathisch verdünnt in riesigen Mengen herstellbar,
und muß nur noch an der Luft verdunsten und die ganze Welt fällt sofort tot um! Oder ? Momentmal
so geht es doch nicht, höre ich jemand sagen. Das ist ja der Witz an der Homöopathie, Stoffe die
normalerweise extrem toxisch sind, werden durch die extreme Verdünnung witziger Weise plötzlich
nicht nur ungiftig, nein sie haben auch noch eine enorme heilende Wirkung. Hmm, ist das immer so?
Ja, sagt Hahnemann, alle Stoffe der Welt können homöopathisch als enorm wirkender Mittel angewendet
werden. Die Frage ist nur noch welche Stoffe gegen Welche Krankheit? Nun erhebt sich die äußerst
berechtigte Frage, wodurch werden dann Krankheiten verursacht? Nach den Vorstellungen der
Homöopathen werden Krankheiten eben durch patogene Schwingungen von krankmachenden Stoffen
ausgelöst (eine moderne Auslegung). Nur, woher weiß die Schwingung oder Information, daß es einmal
krank machen soll und dann wieder gesund machen soll? Die geheimnisvolle, unbekannte Variable in der
Gleichung: (krankmachende Stoffe + Verdünnung) X = enorm wirkendes Medikament, ist der Schlüssel
zum Verständnis. X ist also der Exponent in der Gleichung. Hahnemann nennt X = homöopathisch.
Homöopathisch ist nicht einfach gleichzusetzen mit Verdünnung, das ist ja klar. Homöopathisch ist also
jene Vorschrift die besagt, wie Stoffe zubereitet werden müssen um die enorme Wirkung zu erhalten.
Nun, die Vorschrift selbst ist denkbar unspektakulär. Die frage ist wie genau muß sie eingehalten werden.
Gibt es einen Toleranzbereich für Schütteln und Reiben? Etwa so, daß außerhalb des Toleranzbereiches
der Stoff Krankheiten verursacht, innerhalb dagegen heilender Wirkung hat? Oder spielt Reiben und
Schütteln an sich überhaupt keine Rolle? Und wenn es trotzdem wirkt? Ist Reiben und Schütteln
womöglich noch eine magische Handlung? Ein Ritual, so wie mit dem Zauberstab über den Zylinder
kreisen? Aber die Homöopathie-Ärzte sind doch keine Zauberer oder? Es bleibt dabei, entweder
schütteln und reiben die Maschinen in den Pharmafirmen, dann sind wir in riesen Gefahr, oder sie reiben
und schütteln nicht, dann ist die Homöopathie Zauberei oder Märchen, oder vielleicht beides?
Ha Ha, das hätten sie nicht gedacht! Es gibt beides und sogar eine dritte Variante! Doch, man weiß es
genau, wie industriell Homöopathika hergestellt werden! Hier kommt die Antwort: Der größte deutsche
Hersteller, die "Deutsche Homöopathische Union" in Karlsruhe, läßt die Arbeit des Schüttelns und
Reibens tatsächlich von Menschen ausführen. Dagegen finden in Amerika sogenannte FLUXIONS -
Maschinen bei der Herstellung von Homöopathika Einsatz. Dabei handelt es sich, einfach ausgedrückt
mehr um eine Tropfen- Apparatur mit Rührwerk als ein Schüttel und Reibe-Maschine, ähnlich wie ein
tropfender Wasserhahn. Lediglich heiterkeitshaber soll erwähnt werden, daß manche Hersteller die Mittel auch in Urform behandeln, z.B. eine tote Vogelspinne auf eine feste, elastische Unterlage schlagen. Was äußerst amüsant ist, daß die Homöopathie-Freaks, die ansonsten wissenschaftliche Argumente ablehnen,
selber verzweifelt versuchen wissenschaftliche Erklärungen zu finden. Dabei merken sie nicht einmal, daß
sie sich eher lächerlich machen. Die hastig an den Haaren herbeigezogenen Erklärungsversuche von
Freaks, sind nicht nur widersprüchlich sondern klingen so, wie die Erklärungsversuche eines Schülers, der
auf die peinliche Frage hin, wo seine Hausaufgaben geblieben sind zu antworten versucht.



Typisch für die vielen Erklärungsversuche seit Hahnemann ist, daß solange daran fanatisch festgehalten wird, bis eine neuere wissenschaftlich besser klingende Erklärung, die allerdings nur aus den eigenen
Reihen stammend akzeptiert wird, auftaucht. So etwas wird auch als "wissenschaftliche Inzucht"
bezeichnet. Die Folgen von Inzucht dürften jeden klar sein. Besonderes herausragende Kennzeichen
bilden parawissenschaftliche Erklärungsversuche, die ein Mischmasch aus wissenschaftlich klingenden
Begriffen, zu dem jeweiligen Thema passenden Begriffe und jeder Menge, aus dem Zusammenhang gerissene, veränderte oder falsch zitierte Erkenntnisse von großen wissenschaftlichen Autoritäten wie
Bohr, Einstein, Heisenberg, Newton usw. bestehen. Ein Zitat aus dem aktuellsten Erklärungsversuch :

"Beim Schütteln erfolgt ein verstärktes "Einschwingen" des Gesamtsystems auf die eher statische Strukturinformation der
sogenannten Urstoffmoleküle. Da sich diese als eher "starre Stimmgabeln" verhalten und die gelösten Gasmoleküle als
"flexiblere", wird das Schwingungsverhalten von ersteren auf die flexibleren Bereiche übertragen. Es treten die statischen
Aspekte in den unteren Bereichen weiter zurück, und es treten die dynamischen Aspekte stärker hervor. Dabei ändern sich die quantitativen Aspekte der Lösung, ohne daß die Qualität verändert wird. In der Hochpotenz ist die ursprünglich statische
Information überhaupt nicht mehr erkennbar oder meßbar, da sie von der Dynamik des Gesamtsystems aufrechterhalten wird.
Daher kann erst die Hochpotenz voll als Einheit reagieren. Das dynamisch Höchste hat volle Autorität über alle Bereiche, die
in vollständiger Abstimmung untereinander, ohne gegenseitige Behinderungen oder Störungen, dem hierarchisch Höchsten
Folge leisten können. Mit der durch die Potenzierung erreichten Einheitlichkeit und Dynamisierung ist höchste
Widerstandsfähigkeit gegenüber Fremdeinflüssen sowie höchste und "gezielte" Einflußnahme auf ähnliche Systeme verbunden"
Alles klar, oder? Qualität, Quantität, Dynamik, Statik, Einschwingen, Systeme, flexibel, Information sind
wissenschaftlich klingende Begriffe, die allerdings so benutz werden, daß nur der "Dichter des Gedichtes"

weiß was damit gemeint ist. Was der "Dichter" damit sagen will
erklärt ein anderer Dichter viel einfacher so: Das Wasser
speichert die Information des Stoffes, der selbst nicht mehr im
Wasser enthalten ist. Der experimentelle Nachweis der als
Beneveniste's "Theory of water" bekannt geworden ist, hat sich
allerdings als Irrtum erwiesen und Beneveniste's Labor wurde
1995 geschlossen. Trotzdem halten die Homöopathen an dieser Version bis heute fest, eben bis eine besser klingende auftaucht.
Da die Amerikaner mit der Fluxions-Apparatur ebenso enorm
wirkungsvolle Mittel herstellen können, sie haben die gleichen
Heilungserfolge wie die "original Handarbeit- Mittel", läßt sich
ohne weiteres sagen daß es völlig egal ist ob die Arbeit
Menschen ausführen oder nicht. Ob sich das Hahnemann so vorgestellt hat? Demnach kann auch ein kräftiges
Sommergewitter enorm wirkende Mittel produzieren. Womit
wir am Anfang der Betrachtung angelangt sind. Sehr
wahrscheinlich ist die Art und Weise des Schüttelns und Reibens ebenfalls völlig egal. (Wie kommt Hahnemann darauf
10 mal und nicht z.B. 15 mal zu schütteln?) Dann allerdings
bleibt nur noch die Verdünnung übrig. Und da in der Verdünnung einfach kein Medikament mehr ist, bleibt nichts
mehr übrig. Jetzt ist die Verwirrung komplett. Es wird mit und ohne Menschenhand getropft, gemixt,
gerührt, gerieben, geschüttelt, geschlagen und verdünnt und das Ergebnis ist das selbe; Menschen riechen
an Nichts und werden, wenn auch nicht immer, davon irgendwie gesund. Nun, die Homöopathie ist etwa
200 Jahre alt. Sie hatte genug Gelegenheit ihre geradezu phantastische Wirkungen zu beweisen. Noch vor
etwa hundert Jahren, wurde die Menschheit von etlichen Seuchen erheblich dezimiert. Man fragt sich,
warum die damals schon bekannte Homöopathie nicht helfen konnte. Die Antwort ist einfach. Die
Homöopathie ist kein physikalisches Phänomen, wie die damals noch genauso rätselhafte Elektrizität, die
nur darauf wartet irgendwann "wissenschaftlich" erklärt zu werden, sondern ist bei Wünschelruten und
Pendel einzuordnen, die bekanntermaßen seit Jahrhunderten ebenso über enorme Wirkungen zu berichten
haben wie die Homöopathie. Wenn man noch dazu Hahnemanns geistige Quellen betrachtet,
Freimaurerei, Mesmerismus, Konfuzianismus und Deismus, dann müßte es eigentlich jeden klar sein, daß
die Herstellung ein magischer Akt ist und frei von Details. Die Erfolge resultieren aus der
Erwartungshaltung der magischen Handlung. Und es ist dabei völlig egal ob ein Arzt selber die Mittel
herstellt oder im Großhandel bezieht, es zählt nur das Wissen um die magische Handlung. Es sei noch
erwähnt, daß Halbbildung, garniert mit etwas Ignoranz und Aberglaube und als Gewürze verletzter Stolz
mit einem Schuß Eitelkeit der größte Feind der Wissenschaften ist.

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